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Beiträge mit Tag: Prozess

Prototyp des Prototyps

Bevor es ans eigentliche Gestalten und Programmieren der Web-Applikation geht, visualisieren wir die Grundstruktur und Bedienunsabläufe mittels Mock-ups. So bauen wir uns praktisch einen Prototyp vor dem tatsächlichen Prototyp. Hier möchte ich nun ein bisschen über die Galerien-Übersicht schreiben, den zukünftigen Einstiegspunkt in Pic the Pic.

So viel wie nötig, so wenig wie möglich

Auf den ersten Blick sieht unser Mock-up ziemlich simpel aus. Das ist es auch, aber bis dahin musste fleißig optimiert werden. Gute Usability ist das a und o einer Applikation. Unser Ziel ist es so wenig Elemente wie absolut nötig einzusetzen, damit die Bedienung so einfach wie möglich ist. Die Hauptnavigation z.B. besteht aus nur zwei Bereichen: Einem Link zur Galerien-Übersicht und einem Link zu den Einstellungen, wo u.a. Profil-Daten und Erscheinungsbild bearbeitet werden können.

Einstiegspunkt für Fotografen

Von der Galerien-Übersicht aus startet der Fotograf. Hier kann man die bereits bestehenden Galerien verwalten, aufrufen oder neue anlegen. Die Anzeige kann gefiltert und beliebig sortiert werden, wie z.B. nach den letzten Aktivitäten. Weiters lässt sich die Liste nach Stichworten durchsuchen. Zur schnellen Orientierung besitzt jede Galerie ein kleines Vorschaubild.

Der Galerien-Status

Je nachdem in welcher Phase der Workflows sich eine Galerie befindet, ist ihr ein gewisser Status zugewiesen. Legt man eine neue Galerie an, so kann man sie als Entwurf speichern oder auch gleich für den Kunden veröffentlichen. Hat der Kunde dann seine Auswahl getroffen, ist die Galerie auf „Beauftragt“ gesetzt. Ist das Projekt abgeschlossen, kann man die Galerie als „Beendet“ kennzeichnen.

Zum Abschluss noch ein paar Hintergrund-Details: Das Wording in diesem Entwurf ist noch temporär. Als Software zum Gestalten der Mock-ups verwenden wir Balsamiq Mockups. Wir sind neugierig auf euer Feedback, also zögert nicht mit Fragen, Anregungen und Kommentaren!

Der Kontaktabzug ist tot!?

Damals, als Filme noch unter Ausschluss von Umgebungslicht in Dunkelkammern entwickelt wurden, war der Kontaktabzug das erste sichtbare Resultat eines Shootings. Negative wurden 1:1 direkt auf Fotopapier belichtet, inklusive Transportkerben, Nummerierung und Filmcodes.

Der Kontaktabzug war das optimale Format für die spätere Archivierung, und zudem die Grundlage für den weiteren Workflow. Der Kontaktabzug war ideal für die Präsentation, man konnte darauf die Wunschbilder auswählen und vergleichen, Ausschnitte festlegen oder Anmerkungen notieren.

Und dann wurde Fotografie digital. Keine Kosten für Filme und Entwicklung, Bildkontrolle während der Aufnahme und sofortige Verfügbarkeit des Bildmaterials. Deshalb werden heute bei Shootings auch wesentlich mehr Aufnahmen geschossen als zu analogen Zeiten. Photoshop wurde schnell zum Standard für digitale Retusche und läutete damit das Ende der Ära von Eiweißlasurfarbe und Marderhaarpinsel ein. Kein Stein blieb auf dem Anderen. Und auch der gute alte Kontaktabzug verschwand still und heimlich. Aber zurecht?

Digitale Auferstehung

In meiner Tätigkeit als Mediendesigner erlebe ich häufig, wie umständlich Präsentation und Auswahlprozess mitunter gehandhabt werden. Mailserver verweigern oft den Versand großer Datenmengen und mit einem eigenem FTP-Server oder Kundenbereich arbeitet nur eine überschaubare Anzahl von Fotografen. Filesharingdienste wie z.B. Dropbox werden noch seltener eingesetzt. In 2/3 aller Fälle werden Bilddaten immer noch auf dem klassischen Postweg als CD versandt. Keine Rede von Zeit- und Kostenreduktion. Viele Fotografen erzählten mir von ihrem Wunsch nach einem effektiven Online-Workflow zwischen ihnen und ihren Kunden/Agenturen.

Jedoch kenne ich auch die andere Seite des Workflows. Jene des Bildautors, der seine Arbeiten online präsentieren möchte. In einer smarten Präsentation, für Kunden einfach zu erreichen und mühelos zu bedienen. Etablierte Sharingdienste wie Flickr oder Picasa bieten zwar die Möglichkeit, Galerien online zu veröffentlichen, jedoch ohne vernünftige Auswahl, Bestell- und Dialogfunktionen für den Auftraggeber. Auf ein Branding mit dem eigenem Namen oder Logo muss man in der Regel ebenso verzichten wie auf jede Form von Privatsphäre.

Diesen Tatsachen folgte eine gründliche Recherche mit der erstaunlichen Erkenntnis, dass kein adäquates Online-Service angeboten wird. Also, warum nicht selbst einen Webdienst für die Präsentation, Auswahl und Beauftragung von Bildern entwickeln?

Darum soll es in diesem Blog gehen: den Weg von der Idee bis zum fertigen Produkt und darüber hinaus zu dokumentieren und zur Diskussion zu öffnen. Euer Feedback würde uns freuen.