Beiträge zum Thema: In eigener Sache
Pic the Pic grüßt Lumio
Wir waren uns von Anfang an sicher, dass Pic the Pic das Potential hat, den Workflow von Fotografen zu revolutionieren. Ob das Projekt erfolgreich wird, werden wir erst erfahren, wenn wir online sind. Wir merken aber schon jetzt, dass unser Vorhaben auch andere motiviert sich mit dem Thema zu beschäftigen.
Wir sind von Anfang an sehr offen mit unserer Idee umgegangen. Transparenz ist keine unternehmerische Naivität. Das zeigt auch das Beispiel von Mite, die sogar ihre Zahlen offenlegen. Feedback aus der Community potentieller Benutzer ist der beste Weg, um eine optimale Usability für ein professionelles Service zu entwickeln.
Anfang Mai 2010 las ich dieses Posting im Blog der Düsseldorfer Fotografin Mareen Fischinger:
If you have a great new product, tell me and I might blog about it. You know, my blog gets a five-digit number of clicks a day!
Mareen und ich kannten uns damals seit ein paar Wochen. Sie war mir von einem befreundeten Wiener Fotografen empfohlen worden und aufgrund ihres schönen Portfolios habe ich ein Projekt an sie vermittelt. Auf Facebook hatten wir uns ebenfalls befreundet. Als Reaktion auf den Blog-Beitrag beschrieb ich also prompt per Email die Idee von Pic the Pic und bat sie um Verteilung eines Online-Fragebogens sowie um ihr Feedback. Ich erhielt jedoch keine Antwort darauf, was ich damals dem Umstand zuschrieb, dass die Vision von Pic the Pic noch nicht klar genug formuliert war.
Vor ein paar Tagen überraschte uns dann dieses Posting umso mehr:
First baby steps on the outside world of Mareen Fischinger´s new venture “Lumio”
Vielleicht war meine Präsentation ja doch nicht so schlecht. Sogar ihre und unsere Motive für die Entwicklung so eines Workflow-Tools klingen irgendwie verwandt. Merkwürdigerweise ist auch unsere Freundschaft auf Facebook einseitig geworden, denn Mareen hat ihre Updates für mich blockiert. Alles Zufall?
Im ersten Moment hat uns die Nachricht den Boden unter den Füßen weggezogen. Wir sind also nicht mehr die Einzigen, so schnell geht das. Welcher Teufel uns geritten hat die Konkurrenz aus den Augen zu verlieren? Keine Ahnung! Eigentlich wollten wir ja im Oktober mit unserer Beta online gehen. Mit einem Schlag wurde klar, dass wir Zeit vergeudet haben.
Unternehmertum und Wehleidigkeit vertragen sich nicht. Konkurrenz belebt das Geschäft und kann durchaus motivierend sein. Gleichzeitig war es aber auch Anlass genug für uns, sich ein letztes Mal die Frage zu stellen ob wir weiter entwickeln wollen. Ein Wochenende lang hat jeder aus dem Team für sich die Antwort gesucht. Und gefunden: JA, wir machen weiter.
Wir machen weiter, weil uns die Arbeit im Team Spaß macht und wir die Umstände als Bestätigung sehen, dass wir goldrichtig liegen. Unsere Marktbeobachtungen zeigen, dass auch andere Entwickler an ähnlichen Angeboten arbeiten. Bald wird man sehen können wo die Unterschiede zwischen den Services liegen werden. Einen sehe ich allerdings jetzt schon: Bei Pic the Pic arbeitet und entscheidet ein vielfältiges Team.
Dem Businessmodell der Old-School-Economy stellen wir unsere Transparenz und den Dialog entgegen. Und den Spaß an der Sache. Bumm.
Last Call: Unsere Umfrage endet Ende Oktober
Kennst du das? Das Shooting ist vorbei, viele gute Aufnahmen sind gemacht. Jetzt bräuchte es einen einfachen und effizienten Workflow für uns um eure Abläufe und Anforderungen besser kennen und einschätzen zu lernen.
Die gute Nachricht: Wir haben so einen Workflow bereits. Wir haben eine Umfrage zum Thema „Fotografie“ im ersten Halbjahr 2010 online geschalten. Mit Schrecken musste ich soeben feststellen, dass wir diese Umfrage hier in unserem Blog noch gar nicht erwähnt haben. Da wir die Umfrage, die nur wenige Minuten dauert und aus sehr einfach zu beantworteten Fragen besteht, mit Ende Oktober beenden wollen (um Schlussfolgerungen und vor allem Gewinner daraus zu ziehen), hier noch einmal der Hinweis: Wir bräuchten noch ein paar erleuchtende Antworten von dir. Als kleines Dankeschön verlosen wir fünf Pic the Pic Pro-Accounts für ein Jahr.
Danke!
Review zum Wiener Fotomarathon 2010
Am 03.10.2010 fand in Wien der heurige Fotomarathon statt. In einem unserer letzten Blog-Beiträge habe ich bereits darüber berichtet. Heute war es so weit und alle vier Pic the Pics waren zwölf Stunden lang unterwegs um 24 Motive kreativ umzusetzen. Das Ergebnis unserer Umsetzung, sowie ein paar Gedanken zum Marathon an sich gibt’s hier.
Wenn alle vier Teammitglieder von Pic the Pic sonntags um acht Uhr in der früh unterwegs sind, kann das nur eines bedeuten: Wiener Fotomarathon. Bereits vor einigen Tagen haben wir uns bei einem gemeinsamen Abendessen überlegt, wie wir einen roten Faden durch unsere Fotos ziehen können. Entschieden haben wir uns für schwarz/weiße Fotos, die eine Aussage enthalten. Deswegen hat Michael Sprechblasen vorbereitet, die bei unseren Fotos zum Einsatz kamen. Im Trockentraining haben wir ebenfalls Themen des letzten Jahres durchbesprochen und sind auf einige brauchbare Umsetzungsvorschläge gekommen.
Unsere Stimmung war daher gegen Anfang des Marathons sehr positiv und nach Bekanntgabe der 24 Themen (wir bestritten den klassischen Marathon) ging es voller Tatendrang an die Sichtung potentieller Motive und ans Gehirn stürmen kreativer Sprüche. Nach wenigen Motiven waren wir eingespielt und die Produktion neuer Fotos verlief wie am Schnürchen. Wir waren zwar meistens etwas hinter dem engen Zeitplan (24 Motive in zwölf Stunden bedeutet eine halbe Stunde pro Motiv), aber letztlich ging sich alles wunderbar aus. Die Motivation nach dem etwas fad schmeckenden Mittagessen von Mr. Lee hat zwar deutlich nachgelassen, wir haben dennoch versucht jeglichen Funken Kreativität aus unseren Körpern herauszuholen. Jeder von uns gab heute das letzte und so entstanden viele kreative Sichtweisen auf zumeist doch sehr sachliche Themen. Hervorzuheben ist der körperliche Einsatz von Michael, der dazu führte, dass er sich für ein Motiv („Ich bin natürlich“) splitternackt auszog. Danke für diese selbstlose Performance!
Zusammenfassend kann man sagen, dass der lange Tag zusammen und die gemeinsame kreative Arbeit uns als Team noch mal ein Stück enger zusammenwachsen ließ. Wir hatten unheimlich viel Spaß und es war schön mit anzusehen, dass alle Teammitglieder eine ähnliche Ansicht in vielen Dingen vertreten. Dabei ging es nicht um das Gewinnen an sich (Bitte Jury, schön wär’s trotzdem!). Sondern vielmehr um das gemeinsame Lachen, Spaß haben, Themen bearbeiten und Erwartungen übertreffen: Deswegen sind wir ein Team und arbeiten für euch. Deswegen arbeiten wir miteinander. Immer unkonventionell, mit Witz & Charme, immer professionell. Bumm!
Aber seht selbst: Hier das Ergebnis unserer Bearbeitung der 24 Themen:
Update 04.10.2010: Die Outtakes bzw. Making-Of Fotos zum Event befinden sich jetzt direkt in unserem Flickr-Fotostream.
Dieser Beitrag ist Teil der Serie Inspirationen. Diesmal geben wir unsere Inspirationen zum Besten. Wir hoffen, es hat euch gefallen. Über Feedback zu unseren Fotos würden wir uns freuen.
Wir sind Marke!
Heute ist ein guter Tag. Wir haben Post aus Alicante. Alicante? Ja! Genau dort sitzt nämlich das europäische Markenamt. Das heißt wir sind offiziell Marke.
Pic the Pic ist ab nun als geschütze Marke eingetragen und darf nur für unser Webservice verwendet werden. So hat zumindest vor wenigen Tagen das HABM – Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt entschieden. Auf über 29 Seiten und gefühlten 46 Sprachen (ok, es sind tatsächlich 22 Sprachen der EU) wird die Markenanmeldung erklärt. Das Kleingedruckte ersparen wir euch hier. Die Urkunde selbst wollen wir dennoch herzeigen (auch wenn sie ein wenig altmodisch wirkt):
Ein wichtiger Schritt ist also genommen und wir freuen uns. Jetzt blicken wir voller Hoffnung auf die nächsten Screen-Designs von Oliver, damit wir mit der Umsetzung weitermachen können. Wir wollen den Prototypen bald an die Öffentlichkeit bringen. Schließlich kennen wir Teile von Pic the Pic jetzt bereits viele Wochen und wollen endlich euer Feedback! Stay tuned.
Wir machen es uns leicht
In der ersten Phase von Pic the Pic, lang bevor der erste Pixel designed und die erste Zeile Code geschrieben war, sind wir oft zusammen gesessen um die grundlegenden Anforderungen und Abläufe zu diskutieren und festzulegen. Strategisches lässt sich Face-to-Face immer noch am einfachsten entscheiden, und auch am schnellsten.
Mit Ausnahme von Johannes und Moritz arbeiten jedoch alle an verschiedenen Standorten. Für die weitere Projektentwicklung brauchten wir Lösungen wie wir die Zusammenarbeit organisieren. Internet sei dank, ist die Auswahl an Tools für kollaboratives Arbeiten enorm und in vielen Fällen sogar kostenlos:
- Für unsere operative Tageskommunkation hat sich der Text- und Audiochat von Skype bewährt, da wir zumeist alle online sind. Zusätzlich treffen wir uns mindestens einmal wöchentlich in einer Skype-Konferenz um uns auf den letzten Projektstand zu bringen.
- Als internes Mailsystem und für To-Do-Listen verwenden wir Basecamp. Im einfachen Account fehlt lediglich die Möglichkeit des Filesharings. Unsere Projektdaten hosten wir deshalb bei Dropbox. So sind alle Daten immer für alle verfügbar und außerdem auch auf jedem lokalen Rechner gespeichert. Dank einer App für iPhone und iPad haben wir auch unterwegs Zugriff auf unsere Dropbox.
- Für unser Wissensmanagement kommt natürlich ein Wiki zu Einsatz. Ich kenne keinen besseren Weg um Wissen einfach zu sammeln und auf aktuellem Stand zu halten. Hier archivieren wir Ideen, Erfahrungen, Texte, Kontakte, einfach alles was irgendwann wichtig sein könnte.
- Für Konzepte und Textarbeiten verwende ich persönlich am liebsten VoodooPad (Mac), das ähnlich einfach wie ein Wiki zu bedienen ist. Die Dateien liegen offline auf dem eigenem Rechner, lassen sich aber leicht mit anderen Benutzern synchronisieren.
- Und weil eine entspannte Atmosphäre abseits der normalen Arbeit immer noch die beste Umgebung ist um an Ideen zu visionieren, treffen wir uns einmal monatlich zu unserem Pic-Splash. Off-topic, und jedesmal von einem anderen organisiert.
Die Aufgaben die wir heute im Design und bei der Entwicklung zu lösen haben sind ohnehin komplex genug. Gerade deshalb ist ein enger, inhaltlicher Austausch so essenziell. Innerhalb des Teams und in weiterer Folge natürlich mit Euch. Da lernen wir am meisten.
Die tägliche Dosis Inspiration
Während wir in unserer heutigen Donnerstagsitzung die neuesten Mock-Ups durchbesprochen haben, habe ich mich dabei ertappt, wie ich immer wieder von Twitter abgelenkt wurde. Es gab so viel zu sehen. Inspirationen, wohin das Auge reichte.
Um herauszufinden, wie viel Inspiration tatsächlich in Tweets steckt, habe ich heute Tweets eine höhere Aufmerksamkeit als sonst geschenkt. Mein Urteil am Ende des Arbeitstags: Unglaublich viele (audio-)visuelle Eindrücke. Fast im Minutentakt waren neue Links auf Fotos oder Tutorials für Fotografen zu finden. Da ich nicht alles retweeten kann, aber die Inspirationen nicht in digitale Vergessenheit geraten sollen, möchte ich zukünftig ausgewählte Inspirationen im Pic the Pic-Blog in einer eigenen Kategorie präsentieren. Der Community also zurückgeben, was uns die Community selbst gibt: Inspiration. Geplant ist im zwei-wöchigen Rythmus fotografische Gusto-Stückerl zu präsentieren. Sollte jemand eine Idee haben, wie wir diese Kategorie im Blog nennen können: Gerne! Bitte als Kommentar posten. Wir würden uns freuen!
Damit ihr einen Vorgeschmack auf diese Kategorie bekommt, möchte ich hiermit gleich das erste Stück „Inspiration“ teilen. Diesmal in Form eines Videos, das viele, viele Fotos beinhaltet. Aber seht selbst …
Den Film zum Making-Of gibts ebenfalls auf Youtube. Die vielen Fotos müssen mindestens genauso viel Aufwand wie die Entwicklung von Pic the Pic gewesen sein. Danke für das Teilen der Inspiration an @CalvinHollywood.
Der Kontaktabzug ist tot!?
Damals, als Filme noch unter Ausschluss von Umgebungslicht in Dunkelkammern entwickelt wurden, war der Kontaktabzug das erste sichtbare Resultat eines Shootings. Negative wurden 1:1 direkt auf Fotopapier belichtet, inklusive Transportkerben, Nummerierung und Filmcodes.
Der Kontaktabzug war das optimale Format für die spätere Archivierung, und zudem die Grundlage für den weiteren Workflow. Der Kontaktabzug war ideal für die Präsentation, man konnte darauf die Wunschbilder auswählen und vergleichen, Ausschnitte festlegen oder Anmerkungen notieren.

Und dann wurde Fotografie digital. Keine Kosten für Filme und Entwicklung, Bildkontrolle während der Aufnahme und sofortige Verfügbarkeit des Bildmaterials. Deshalb werden heute bei Shootings auch wesentlich mehr Aufnahmen geschossen als zu analogen Zeiten. Photoshop wurde schnell zum Standard für digitale Retusche und läutete damit das Ende der Ära von Eiweißlasurfarbe und Marderhaarpinsel ein. Kein Stein blieb auf dem Anderen. Und auch der gute alte Kontaktabzug verschwand still und heimlich. Aber zurecht?
Digitale Auferstehung
In meiner Tätigkeit als Mediendesigner erlebe ich häufig, wie umständlich Präsentation und Auswahlprozess mitunter gehandhabt werden. Mailserver verweigern oft den Versand großer Datenmengen und mit einem eigenem FTP-Server oder Kundenbereich arbeitet nur eine überschaubare Anzahl von Fotografen. Filesharingdienste wie z.B. Dropbox werden noch seltener eingesetzt. In 2/3 aller Fälle werden Bilddaten immer noch auf dem klassischen Postweg als CD versandt. Keine Rede von Zeit- und Kostenreduktion. Viele Fotografen erzählten mir von ihrem Wunsch nach einem effektiven Online-Workflow zwischen ihnen und ihren Kunden/Agenturen.
Jedoch kenne ich auch die andere Seite des Workflows. Jene des Bildautors, der seine Arbeiten online präsentieren möchte. In einer smarten Präsentation, für Kunden einfach zu erreichen und mühelos zu bedienen. Etablierte Sharingdienste wie Flickr oder Picasa bieten zwar die Möglichkeit, Galerien online zu veröffentlichen, jedoch ohne vernünftige Auswahl, Bestell- und Dialogfunktionen für den Auftraggeber. Auf ein Branding mit dem eigenem Namen oder Logo muss man in der Regel ebenso verzichten wie auf jede Form von Privatsphäre.
Diesen Tatsachen folgte eine gründliche Recherche mit der erstaunlichen Erkenntnis, dass kein adäquates Online-Service angeboten wird. Also, warum nicht selbst einen Webdienst für die Präsentation, Auswahl und Beauftragung von Bildern entwickeln?
Darum soll es in diesem Blog gehen: den Weg von der Idee bis zum fertigen Produkt und darüber hinaus zu dokumentieren und zur Diskussion zu öffnen. Euer Feedback würde uns freuen.


























