Der Kontaktabzug ist tot!?
Damals, als Filme noch unter Ausschluss von Umgebungslicht in Dunkelkammern entwickelt wurden, war der Kontaktabzug das erste sichtbare Resultat eines Shootings. Negative wurden 1:1 direkt auf Fotopapier belichtet, inklusive Transportkerben, Nummerierung und Filmcodes.
Der Kontaktabzug war das optimale Format für die spätere Archivierung, und zudem die Grundlage für den weiteren Workflow. Der Kontaktabzug war ideal für die Präsentation, man konnte darauf die Wunschbilder auswählen und vergleichen, Ausschnitte festlegen oder Anmerkungen notieren.

Und dann wurde Fotografie digital. Keine Kosten für Filme und Entwicklung, Bildkontrolle während der Aufnahme und sofortige Verfügbarkeit des Bildmaterials. Deshalb werden heute bei Shootings auch wesentlich mehr Aufnahmen geschossen als zu analogen Zeiten. Photoshop wurde schnell zum Standard für digitale Retusche und läutete damit das Ende der Ära von Eiweißlasurfarbe und Marderhaarpinsel ein. Kein Stein blieb auf dem Anderen. Und auch der gute alte Kontaktabzug verschwand still und heimlich. Aber zurecht?
Digitale Auferstehung
In meiner Tätigkeit als Mediendesigner erlebe ich häufig, wie umständlich Präsentation und Auswahlprozess mitunter gehandhabt werden. Mailserver verweigern oft den Versand großer Datenmengen und mit einem eigenem FTP-Server oder Kundenbereich arbeitet nur eine überschaubare Anzahl von Fotografen. Filesharingdienste wie z.B. Dropbox werden noch seltener eingesetzt. In 2/3 aller Fälle werden Bilddaten immer noch auf dem klassischen Postweg als CD versandt. Keine Rede von Zeit- und Kostenreduktion. Viele Fotografen erzählten mir von ihrem Wunsch nach einem effektiven Online-Workflow zwischen ihnen und ihren Kunden/Agenturen.
Jedoch kenne ich auch die andere Seite des Workflows. Jene des Bildautors, der seine Arbeiten online präsentieren möchte. In einer smarten Präsentation, für Kunden einfach zu erreichen und mühelos zu bedienen. Etablierte Sharingdienste wie Flickr oder Picasa bieten zwar die Möglichkeit, Galerien online zu veröffentlichen, jedoch ohne vernünftige Auswahl, Bestell- und Dialogfunktionen für den Auftraggeber. Auf ein Branding mit dem eigenem Namen oder Logo muss man in der Regel ebenso verzichten wie auf jede Form von Privatsphäre.
Diesen Tatsachen folgte eine gründliche Recherche mit der erstaunlichen Erkenntnis, dass kein adäquates Online-Service angeboten wird. Also, warum nicht selbst einen Webdienst für die Präsentation, Auswahl und Beauftragung von Bildern entwickeln?
Darum soll es in diesem Blog gehen: den Weg von der Idee bis zum fertigen Produkt und darüber hinaus zu dokumentieren und zur Diskussion zu öffnen. Euer Feedback würde uns freuen.
6 Kommentare
Kommentar schreibenWorum geht’s bei Pic the Pic? Noch mal der Hinweis auf unseren hübschen Blog: http://www.picthepic.com/2010/06/der-kon... ^J #picthepic #photos #auswahl
@PicThePic Fehlermeldung, beim Kommentieren auf euren Blog!
@zoomyboy Danke für die Info; welcher Fehler kam denn? Hast du dich über Twitter authentifizieren wollen? ^J
@PicThePic Nein ganz normal ohne Twitter, es wurde auf die comments.php weiter geleitet, das wars!
@zoomyboy Kann den Fehler leider nicht nachvollziehen. Welcher Browser? Füllst du alle Felder aus?
Ab jetzt klappts auch mit den Kommentaren in Chrome/Safari.

